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Park & Platz Wildes Berlin

Die klügsten aller Vögel

Raben und Krähen haben keinen besonders guten Ruf. Vielleicht liegt das daran, dass sie früher mit dem Tod in Verbindung gebracht wurden und heute noch gerne in Gruselfilmen eingesetzt werden. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass sie so schlau sind. In der Mythologie waren sie Ratgeber, die Wanderern den richtigen Weg sagten und sogar dem nordischen Gott Odin erzählten, was auf der Welt so passierte. Es gibt Geschichten, in denen Rabenvögel Menschen mit Essen verosrgten und andere, in denen sie Begleiter der Göttin Kalí waren. In England sind die Raben im Tower of London sogar für die Zukunft des Königreiches zuständig. Und dass sich Hexen und Zauberer in Krähen verwandeln können, wissen alle, die Otfried Preußlers „Krabat“ gelesen haben.  So weit die mythische Seite der Vögel.

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Eine Mauer gegen Schmuggler

Wissen Sie, was das für ein Bauwerk ist? Es ist die Berliner Mauer. Glauben Sie nicht? Stimmt aber. Allerdings ist es nicht DIE Berliner Mauer, sondern die alte Stadtmauer (Akzisemauer), die die Stadt von ungefähr 1737 bis Mitte des 19. Jahrhunderts umgeben hat. Sie diente als Zollmauer, die Schmugglern das Handwerk erschweren sollte. Durch 18 Tore konnte man die Stadt betreten und musste dort als Händler Steuern für seine Waren (Akzise genannt) zahlen. Aber dann wuchs die Stadt immer weiter, und die Mauer wurde immer wieder verschoben. Anfangs war sie aus Holzpalisaden (denen verdankt die Friedrichshainer Palisadenstraße übrigens ihren Namen), später aus Stein und mit vier Metern schon abschreckend hoch für Schmuggler.

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Park & Platz Wildes Berlin

Haselstrauch mit Winterschmuck

Hier ist der Beweis, dass der Frühling gar nicht mehr so weit ist: Die ersten Blüten sind schon da. Sozusagen. Es sind die männlichen Blütenstände des Haselstrauchs, die sich schon im Herbst bilden und den Winter auf diese Weise überstehen. Das ist keine Laune des Klimawandels – dank dieser frostsicher verpackten Wartestellung ist die Hasel eine der ersten Pflanzen, die im Frühling blüht, lange bevor die ersten Laubblätter kommen. Sobald es wärmer wird, dehnen sich die Kätzchen in die Länge und die Pollen fangen an zu reifen.

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So ein Schneckenleben

Schnecken sind ja keine sonderlich beliebten Zeitgenossen. Das liegt unter anderem an ihrer Rolle als Gartenschreck. Denn ihr Appetit scheint riesig zu sein – und ihre Vorliebe für des Gärtners Lieblingsgrün besonders groß. Gemeint sind die Wegschnecken, denen man den Weg zu ihrem Speisesaal im Garten übrigens ganz gut mit einer ums Beet gestreuten Schicht aus Sägemehl und Kalk oder aus Kaffeesatz verbauen kann.  Aber wussten Sie, dass Schnecken auch sehr nützlich sind?

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Park & Platz Termine Wildes Berlin

Die Stunde der Wintervögel

Haben Sie einen Garten oder einen Park in der Nähe? Dann sollten Sie vom 4. bis 6. Januar mal eine Volkszählung der etwas anderen Art machen und eine Stunde lang die Wintervögel zählen, die sich dort rund um das Futterhäuschen oder in den Bäumen aufhalten. Mit dieser bundesweiten „Stunde der Wintervögel“ will der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in ganz Deutschland feststellen, welche und wie viele Vögel gerade unterwegs sind.

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Park & Platz Wildes Berlin

Ein verlassener Raum am Koppenplatz

Zwischen Tor- und Auguststraße gibt es einen Platz, der fast so etwas wie ein Geheimtipp ist. Jedenfalls für Mitte-Verhältnisse. Richtig wilde Berliner Natur gibt es hier nicht, aber er ist so besonders, dass er trotzdem einen Platz in diesem Blog verdient.

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Mal raus Wildes Berlin

Willkommen 2013! Die Pflanzen und Tiere des Jahres

Wissen Sie, was Bekassine, Europäische Auster, Schlingnatter, Purpurknabenkraut oder Damaszenerrose gemeinsam haben? Sie sind Pflanzen bzw. Tiere des Jahres 2013. Gekürt wurden sie vom Naturschutzbund Deutschland (NABU), der auf diese Weise seit 1971 auf besondere gefährdete Tiere und Lebensräume aufmerksam macht. So gibt es den Vogel des Jahres (2013 ist es die Bekassine), den Baum (2013: der Wildapfel), das Weichtier (die Europäische Auster),  das Reptil (die Schlingnatter), die Orchidee (das bis zu 80 Zentimeter hohe Purpurknabenkraut, Foto), das Insekt (die Gebänderte Flussköcherfliege) oder die Heilpflanze des Jahres (die Damaszenerrose). Auch Gemüse, Staude, Fisch, Nutztierrasse und sogar Einzeller des Jahres werden gekürt. Um nur einige zu nennen, die Liste ist lang.

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Park & Platz Wildes Berlin

Ein Feuerwerk aus Gras

Was die Pyrotechniker schaffen, das kann die Natur schon lange. Wie ein Feuerwerk aus Gras sieht das Foto aus – es zeigt ein Ziergras, das sich in den Berliner Winterhimmel reckt, jedenfalls mit ein bisschen Phantasie. Damit ist es genau das richtige Fotomotiv für einen Silvestereintrag in einem Berliner Naturblog.

Die Namen der Gräser sind so einfallsreich wie ihre Form. Schlangenbart oder Bärenfellgras, Engelshaar, Chinaschilf (Foto) oder Stachelschweingras heißen sie und sind im Winter Blickfänge in vielen Gärten. Einige der Gräser sind gerade mal knöchelhoch, andere wie der Chinaschilf bringen es schon mal auf stolze zwei Meter Höhe. Auch wenn man es ihm nicht unbedingt ansieht: Dieses Gras, das im September blüht und dessen Blütenstand mit hauchzarten Härchen überzogen ist, lockt zumindest in seiner asiatischen Heimat zahllose Schmetterlinge an. Außerdem wird es als Rohstofflieferant für die Stromerzeugung, Biogasgewinnung und Gebäudeheizung verwendet.

Vor allem aber ist es eine Schönheit. Ein echtes Feuerwerk aus Gras. In dem Sinne: Alles Gute für 2013!

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Allgemein Wildes Berlin

Besuch beim Parlament der Bäume

Ein Mahnmal der besonderen Art steht dicht am einstigen Grenzstreifen zwischen Ost- und West-Berlin. Das „Parlament der Bäume“, am 9. November 1990 von Ben Wagin als Gedenkort für die Toten an der Mauer angelegt, erinnert auf eindringliche Weise an die Schicksale der 258 Menschen, die beim Fluchtversuch ums Leben gekommen sind. Wer mag, kann sich das Mahnmal im Rahmen eines Spaziergangs auf den Spuren der einstigen Berliner Mauer ansehen.

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Der steinerne Wächter aus Heiligensee

Bei einem Spaziergang durch Berlins Stadtviertel kann man Erstaunliches sehen. Drachen und Gargoyles zum Beispiel. Dieser schmückt den Pfeiler einer Toreinfahrt in Heiligensee. Etwas schläfrig blickt er auf den Weg, die Nase hängt ihm bis zur Unterlippe. Ein bisschen erinnert er an die Gargoyles, die auf den unterschiedlichsten Kirchen das Wasser vom Dach ableiten. Die wohl berühmtesten zieren Notre-Dame und Sacré-Coeur in Paris, aber auch am Ulmer Münster oder an Burg Elz sind sie zu sehen. Wer genau guckt, findet auch Wasserspeier an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

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