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Park & Platz Wildes Berlin

Ausflug zu einem Flugpionier

Der Mann hatte einen Traum. Einen großen – um nicht zu sagen, gewaltigen. Er wollte fliegen. Das war zu seiner Zeit (er lebte von 1848 bis 1896) noch eine Vision. Doch Otto Lilienthal ließ sich nicht beirren. Und wurde zum ersten Menschen, der erfolgreich mit einem Hängegleiter flog.

Die Geschichte des Luftfahrtpioniers, der mit Flügelschlag-Gerätschaften anfing, ist auch für Leute spannend, die Technik sonst eher langweilig finden. Lilienthal guckte den Vögeln beim Fliegen zu und baute sich irgendwann mal einen Rahmen aus Holz, den er mit gewachstem Baumwollstoff bespannte. Ausprobiert hat er sein Gerät zum Beispiel in den Rauhen Bergen in Steglitz und ab 1894 auf einem eigens aufgeschütteten 15 Meter hohen Hügel in Lichterfelde. Dort startete er zu unzähligen bis zu 80 Meter weiten Flügen.

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Park & Platz Wildes Berlin

Kästner, Grass und ein Fohlen

Einer meiner kleinen Lieblingsorte ist der Renee-Sintenis-Platz in Friedenau. Das liegt hauptsächlich an einem kleinen Pferd aus Bronze, das dort steht, umgeben von Büschen und einigen Bäumen. Erschaffen wurde das Fohlen von der Namenspatin des Platzes.
Die Bildhauerin (1888-1965) gehörte zur Berliner Secession, war mit Rilke und Ringelnatz befreundet und stellte sogar in Paris und New York aus, bevor ihr die Nationalsozialisten das Leben schwer machten. Später war sie Mitglied der Akademie der Künste. Übrigens ist auch der bronzene Berliner Bär, der Besucher der Hauptstadt auf dem Mittelstreifen der Autobahn nahe Dreilinden begrüßt, ein Werk von Renee Sintenis. Mir hat es mehr das kleine Pferd angetan, das Renee Sintenis 1929 schuf.

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Park & Platz Wildes Berlin

Vorschau auf den Frühling

Immer wenn der Winter so richtig mit Macht kommt, dann fällt mir der Frühling ein. Ich mag den Winter. Eigentlich. Wenn er nur nicht so kalt wäre… Und weil über Schnee und Eis gerade wirklich genug erzählt wird, kommt hier ein kleiner Eindruck vom Frühling.
Stellen Sie es sich mal ganz intensiv vor: Mildes Lüftchen, Sonne, summende Insekten, Vogelgezwitscher – haben Sie’s? Ja, genauso fühlt sich der Frühling an.

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Park & Platz Wildes Berlin

Besuch bei Mars und Venus im Georg-Kolbe-Hain

Manche Plätze in Berlin scheint kein Mensch zu kennen.  Und das, obwohl breite Straßen direkt vorbeiführen. Einer davon ist der Georg-Kolbe-Hain. Kennen Sie nicht? Sollten Sie aber. Denn der Park zwischen Heerstraße, Pillkaller Allee, Sensburger Allee und Mohrunger Allee in Westend ist etwas Besonderes.  Nicht nur, weil der Autolärm hier nur noch wie das Summen von (zugegeben nicht wirklich leisen) Insekten klingt.

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Wald Wildes Berlin

Das Siegel des Salomo im Berliner Wald

Wie runde Glocken sehen diese fünf blauen Beeren aus. Sie baumeln von einer Pflanze, die übrigens mit dem Spargel verwandt ist. Das macht die dunklen Früchte allerdings nicht essbar – sie sind wie das gesamte Gewächs sogar giftig. Salomonssiegel heißt die Pflanze, die in Berlins Wäldern gar nicht mal so selten ist. Im Frühjahr trägt sie Weiß, kleine längliche Blüten mit grünem Rand, die genauso herabhängen wie die Früchte im Herbst.

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Wald Wildes Berlin

Hallo, Pinocchio!

Von wegen Baum ist Baum!  Diese Rotbuche hier ist ein echter Charakterkopf. Sie steht im Süden Berlins, und wer sie anguckt, der kann ein grinsendes Gesicht erkennen – einschließlich einer langen Pinocchio-Nase.

Natürlich braucht ein Baum ein paar Jahrzehnte, um so auszusehen. Um Dellen und Narben zu bekommen, die ihm ein „Gesicht“ geben.

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Allgemein Wildes Berlin

Filigrane Kunst aus Raureif

Es wird kalt in der Stadt. Richtig kalt. Mit Eis auf der Windschutzscheibe und weißen Atemwolken vor dem Mund. Zeit für die Wollhandschuhe und den dicken Mantel. Wenn man jetzt morgens zum Bus oder zum Auto eilt, sollte man aber den Kopf nicht zu sehr auf den Boden senken – es gibt einiges zu sehen am Wegrand. Vergängliche Kunst aus Raureif zum Beispiel.

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Allgemein Park & Platz Wildes Berlin

Der nächste Sommer kommt. Bestimmt!

Man sollte ja immer bereit sein für den Sommer. Der Liegestuhl steht noch, ein Tischchen davor, zwei Stühle daneben. In einem Garten in Schöneberg trotzt dieses Ensemble dem Regen und demnächst vermutlich auch dem Schnee. Irgendwann werden Schneeglöckchen neben den Stuhlbeinen wachsen und der kleine Baum hinter dem Liegestuhl kann seinen Job als Sonnenschirm im Frühling auch wieder aufnehmen. Bis dahin ist das Ensemble eine wehmütige Erinnerung an wärmere, sonnigere Tage.

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Wald Wildes Berlin

Kaktus-Alarm am Dahlemer Feld

Wüstenkaktus? Sieht so aus, aber das täuscht. Dieses Gewächs ist der Überrest einer Königskerze, die auch verblüht noch Qualitäten als Blickfang hat. Sie steht auf dem Dahlemer Feld, einer Trockenrasenlandschaft mitten im Grunewald.

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Eichhörnchen im Park

Während wir gerade dabei sind, die ersten Lebkuchen und Plätzchen für den Advent zu besorgen, hat auch dieses Eichhörnchen offensichtlich viel zu tun. Es trägt eine Eichel im Maul – Vorrat für den Winter. Vermutlich wird es den schmackhaften Fund irgendwo im Zehlendorfer Gemeindewäldchen vergraben, in einem von vielen Vorratslagern in „seinem“ Wald. Vielleicht findet das Eichhörnchen die Leckerei irgendwann mal wieder und kann sich den Bauch vollschlagen.

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