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Wald Wildes Berlin

Hallo, Pinocchio!

Von wegen Baum ist Baum!  Diese Rotbuche hier ist ein echter Charakterkopf. Sie steht im Süden Berlins, und wer sie anguckt, der kann ein grinsendes Gesicht erkennen – einschließlich einer langen Pinocchio-Nase.

Natürlich braucht ein Baum ein paar Jahrzehnte, um so auszusehen. Um Dellen und Narben zu bekommen, die ihm ein „Gesicht“ geben.

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Allgemein Wildes Berlin

Filigrane Kunst aus Raureif

Es wird kalt in der Stadt. Richtig kalt. Mit Eis auf der Windschutzscheibe und weißen Atemwolken vor dem Mund. Zeit für die Wollhandschuhe und den dicken Mantel. Wenn man jetzt morgens zum Bus oder zum Auto eilt, sollte man aber den Kopf nicht zu sehr auf den Boden senken – es gibt einiges zu sehen am Wegrand. Vergängliche Kunst aus Raureif zum Beispiel.

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Allgemein Park & Platz Wildes Berlin

Der nächste Sommer kommt. Bestimmt!

Man sollte ja immer bereit sein für den Sommer. Der Liegestuhl steht noch, ein Tischchen davor, zwei Stühle daneben. In einem Garten in Schöneberg trotzt dieses Ensemble dem Regen und demnächst vermutlich auch dem Schnee. Irgendwann werden Schneeglöckchen neben den Stuhlbeinen wachsen und der kleine Baum hinter dem Liegestuhl kann seinen Job als Sonnenschirm im Frühling auch wieder aufnehmen. Bis dahin ist das Ensemble eine wehmütige Erinnerung an wärmere, sonnigere Tage.

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Wald Wildes Berlin

Kaktus-Alarm am Dahlemer Feld

Wüstenkaktus? Sieht so aus, aber das täuscht. Dieses Gewächs ist der Überrest einer Königskerze, die auch verblüht noch Qualitäten als Blickfang hat. Sie steht auf dem Dahlemer Feld, einer Trockenrasenlandschaft mitten im Grunewald.

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Park & Platz Wildes Berlin

Eichhörnchen im Park

Während wir gerade dabei sind, die ersten Lebkuchen und Plätzchen für den Advent zu besorgen, hat auch dieses Eichhörnchen offensichtlich viel zu tun. Es trägt eine Eichel im Maul – Vorrat für den Winter. Vermutlich wird es den schmackhaften Fund irgendwo im Zehlendorfer Gemeindewäldchen vergraben, in einem von vielen Vorratslagern in “seinem” Wald. Vielleicht findet das Eichhörnchen die Leckerei irgendwann mal wieder und kann sich den Bauch vollschlagen.

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Allgemein Park & Platz Wildes Berlin

Blüten im Winter

Ja, es ist kalt draußen. Und die Adventsbeleuchtung ist seit heute auch in Betrieb – ein sicheres Zeichen dafür, dass der Winter vor der Tür steht. Aber das heißt nicht, dass die Natur schläft! Kaum sind die letzten Herbstblätter von den Bäumen gesegelt, sieht man schon wieder die ersten Blatt-Knospen, die geduldig auf ihren Einsatz im kommenden Frühjahr warten. 

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Wald Wildes Berlin

Berlins Schatzkiste

Ein paar Zahlen zur Natur in Berlin gefällig? In Berlin gibt es ungefähr 2500 öffentliche Grünanlagen, die insgesamt eine Fläche von 6400 Hektar belegen. 16.309 Hektar, also immerhin 18 Prozent der Stadtfläche, sind Wald, mit den Wäldern, die zu Berlin gehören, aber auf Brandenburger Fläche liegen, sind es sogar fast 29.000 Hektar. Unter besonderem Schutz stehen 40 Gebiete auf insgesamt etwa 2000 Hektar Stadtfläche – das sind diese Orte, bei denen man staunt, wie wild und ursprünglich Berlin doch ist. Dazu gehören zum Beispiel Moore und Waldgebiete, in denen umgefallene Bäume liegenbleiben und in aller Ruhe verrotten dürfen.

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Allgemein Wildes Berlin

Erinnerung an den Sommer

Gerade ist mir ein Foto vom Sommer in die Hände gefallen. Ein Marienkäfer klettert auf einer Margerite herum. Auch so etwas gibt es in Berlin – auf Grünflächen, die nicht zu sehr gepflegt werden. Sogar Mittelstreifen von Straßen bekommen so ein bisschen Charme. Und die Großstädter freuen sich nicht nur über die Blüten, sondern auch über Käfer und Schmetterlinge. Ach ja, der Sommer….

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Mal raus Wildes Berlin

Trompetenkonzert bei Berlin

Für dieses Konzert muss man die große Stadt verlassen – aber es lohnt sich! Im Augenblick nämlich sind nördlich von Berlin zehntausende Kraniche zu sehen, die Rast machen auf ihrem weiten Weg in den Süden.

Lautstarke Suche der Kraniche nach Schlafplätzen

Tagsüber sieht man die Kraniche auf den Feldern rund um Linum, dicht an der Autobahn nach Hamburg, am Abend suchen sie sich Schlafplätze im Linumer Teichland. Beim Anflug in der Dämmerung beginnt dann ihr vielstimmiges Lied – eine Kakophonie aus Trompetenrufen hoch oben am Himmel. Die Menschen unter den Vogelschwärmen  lauschen ergriffen. Und wer das Konzert einmal erlebt hat, der weiß, warum.

Unterstützt werden die Kraniche von zahllosen Enten und Gänsen, die nach Kräften  mitkreischen. Stille ist etwas anderes. Aber für Stille fährt man im Herbst auch nicht zum Teichland Linum. Sondern für dieses grandiose Erlebnis in der Dämmerung.

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Park & Platz Wildes Berlin

Der Dschungel im Spreepark

Es gibt Ecken in Berlin, an denen man regelmäßig vorbeikommt, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Eine davon liegt mitten im Plänterwald und hat eine eher unrühmliche Geschichte: der Spreepark. Von 1969 bis 1999 lockte der Vergnügungspark die Massen an, danach wurde es weniger, 2001 musste der Betreiber Insolvenz anmelden. Seitdem ist die Anlage verwaist, die Zukunft unklar. Die Natur aber wartet nicht ab. Sie wächst und überwuchert alles, was dort noch steht.

Quietschendes Riesenrad im Spreepark

Wer heute kommt (ab und zu gibt es Führungen), der staunt über das im Wind quietschende alte Riesenrad und die von Dschungel umgebenen Gleise der Fahrgeschäfte. Boote in Schwanenform schmücken sich mit Wasserpflanzen (siehe Foto), Plastik-Dinosaurier starren mit gelangweiltem Blick auf die Passanten. Ein Monster wartet mit weit aufgerissenem Maul darauf, dass sich jemand näher traut. Wahrscheinlich wartet es noch lange. Und in der Zwischenzeit wird aus dem einstigen Vergnügungspark ein Stück extravagante Natur.

Adresse: Krugallee bis zur Höhe Am Plänterwald, von dort auf dem gepflasterten Weg zum Eingang des Parks.

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