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Rostfarbiger Dickkopffalter: Schönheit auf der Sommerwiese

Dickkopffalter sind klein und stämmig. Und sie sind sehr entspannt. Manchmal sieht man einen auf einem Grashalm sitzen und wenn man fünf Minuten später wiederkommt (und den Grashalm wiederfindet), kann es sein, dass er dort immer noch sitzt und sich von der Sonne wärmen lässt.

Der Rostfarbige Dickkopffalter hat auffällige Flügel-Adern

Das Exemplar auf dem Foto ist vermutlich ein Rostfarbiger Dickkopffalter, der an seinem breiten braunen Rand und den auffälligen Flügel-Adern gut zu erkennen ist. Männchen haben außerdem einen schwarzen Fleck auf der Oberseite der Vorderflügel. Der Schmetterling (Ochlodes sylvanus) gehört zu den Tagfaltern und hat eine Spannweite von 2,5 bis drei Zentimetern. Die Spitzen der Fühler sind leicht gebogen.

Vorliebe für naturbelassene Bereiche

Unterwegs ist der Dickkopffalter am liebsten in naturbelassenen Bereichen. Er mag Wegränder und Brachen, offene Bereiche in Wäldern und vor allem Wiesen mit vielen Blumen. Das Exemplar auf dem Bild hatte sich eine große Wiese ausgesucht, an der Kornblumen, Klatschmohn und Giersch um die Wette blühen.

Raupen überwintern in feinen Rollen

Die Flugzeit des Schmetterlings liegt zwischen Mai und Juli/August, pro Jahr gibt es nur eine Generation. Nach der Paarung legt das Weibchen Eier einzeln an unterschiedlichen Gräsern ab. Die grünen Raupen bilden feine Fäden und ziehen damit einzelne Halme zu einer Röhre zusammen. Darin halten sie sich auf, um zu fressen, aber auch zum Überwintern. Im nächsten Frühjahr verpuppen sie sich in einem Kokon, aus dem sie etwa drei Wochen später schlüpfen.

Ausgewachsene Dickkopffalter lieben den Nektar lilafarbener und violetter Pflanzen wie der Acker-Witwenblume, der Wiesen-Flockenblume, der Vogel-Wicke und der Acker-Kratzdistel. Aber auch Lippenblütler wie Ziest oder Wiesensalbei besuchen sie gern. Für ihren Nachwuchs benötigen sie Gräser (vor allem Rispengräser), die gleichzeitig Futter und Kinderstube sind.

Rostfarbiger Dickkopffalter: Ein Leben im hohen Gras

Noch ist der Rostfarbige Dickkopffalter häufig. Das liegt daran, dass er keine sehr großen Ansprüche an seine Umgebung hat. Trockenheit macht ihm ebenso wenig aus wie Feuchtigkeit. Vor allem dort, wo Wildwuchs auf Brachen oder an Wegen nicht weggemäht wird, hat er gute Chancen, sich zu vermehren. Eine der größten Gefahren für ihn ist das Mähen in der Zeit seiner Entwicklung. Denn die Stadien von der Eiablage bis zum Verpuppen verbringt er im oberen Bereich von Gräsern. Und wenn in dieser Zeit gemäht wird, überlebt die gesamte Population nicht.

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