Die Rotbeinige Baumwanze ist ein eindrucksvolles Geschöpf. Mit einer Körperlänge von bis zu 1,5 Zentimetern kann man sie kaum übersehen. Warum sie den ersten Teil ihres Namens trägt, ist ebenfalls eindeutig.: Ihre langen Beine sind hellrot.
Die Rotbeinige Baumwanze trägt ein leuchtendes Schildchen
Ein typisches Merkmal der Rotbeinigen Baumwanze (Pentatoma rufipes) ist das leuchtend orangefarbene Schildchen auf dem breiten Rücken. Das Foto zeigt die Herbstform, die ein bisschen dunkler ist als die Sommerform. Verwandt ist die Baumwanze mit der Grünen Stinkwanze und der eher seltenen Streifenwanze. Nicht zur Verwandtschaft gehört die auch in Berlin sehr häufige Feuerwanze, die an manchen Bäumen wahre Kolonien bildet.
Ein Leben im Laubbaum
Zu sehen sind die Tiere vor allem dort, wo es viele Laubbäume gibt. Vor allem in den Kronen von Linden, Eichen und Ahornbäumen fühlen sie sich wohl, dort ernähren sie sich von Knospen und dem Saft der Früchte und jagen gelegentlich auch nach Insekten. Sie sind in ganz Europa verbreitet und auch in Deutschland nicht selten.
Die Tiere sind vollkommen harmlos
Gartenbesitzer indessen sind nicht so begeistert, wenn sie die Rotbeinige Baumwanze sehen. Zumindest dann, wenn sie in größeren Mengen auftritt. Dann kann es schon mal passieren, dass sie sich über die Obstbäume hermacht und dort auch Schäden anrichtet. Meist aber sieht man einzelne Exemplare, die sich etwas träge vorwärtsbewegen und auch von Licht angelockt werden. So kann es passieren, dass sich auch mal eine Wanze in ein Haus verirrt. Keine Sorge: Die Tiere sind für Menschen vollkommen harmlos. Sie beißen nicht, sind nicht giftig und übertragen auch keine Krankheiten.
Wehrhaft sind sie trotzdem: Wer ihnen zu nahe kommt, dem schleudern sie ein übelriechendes Sekret entgegen. Das ist nicht giftig, aber wirklich unangenehm, denn der Geruch bleibt manchmal tagelang haften. Vögel und andere Räuber wissen das. Sie halten sich von Wanzen fern.
Die Rotbeinige Baumwanze überwintert als Larve
Unterwegs ist die Rotbeinige Baumwanze ab Juni. Dann legen die Weibchen Eier auf Blättern und Zweigen ab. Die Larven überwintern in Borkenritzen oder auf Moos in den Baumkronen und entwickeln sich im kommenden Frühjahr zum ausgewachsenen Insekt. Sehen kann man sie bis zum Herbst – in dieser Zeit sind hauptsächlich Weibchen unterwegs.
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