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Der Schwarze Nachtschatten und sein dunkles Geheimnis

Die Pflanze auf dem Foto umgibt ein dunkles Geheimnis. Es ist der Schwarze Nachtschatten, der zwar mit Kartoffel und Tomate verwandt ist, aber nicht nur giftig ist, sondern (wenn man den Sagen und Legenden glaubt) sogar ein Verbündeter der Finsternis sein soll. Aber der Reihe nach.

Der Schwarze Nachtschatten hat berühmte Verwandte

Der Schwarze Nachtschatten (Solanum nigrum) gehört – der Name lässt das schon ahnen – zu den Nachtschattengewächsen. Und ist damit nicht nur mit dem Bittersüßen Nachtschatten, sondern auch, wie schon erwähnt, mit beliebten Gemüsesorten wie der Kartoffel, der Aubergine und der Tomate verwandt. Die beiden Erstgenannten sollten wegen des enthaltenen Solanins nicht roh verzehrt werden (sie schmecken in diesem Zustand allerdings auch nicht).

Frost mag er nicht

Bevorzugte Standorte des Schwarzen Nachtschattens sind Brachflächen, Uferbereiche, Bahndämme und Hecken. Er mag steinige Böden und sonnige bis halbschattige Bereiche. Frost verträgt er allerdings nicht.

Kleine weiße Blüten

Die Pflanze wird bis zu 80 Zentimeter hoch. Sie hat länglich-eiförmige Blätter, die am Rand grob gezähnt sind. Zwischen Juni und Oktober bilden sich die kleinen Blüten mit fünf weißen Blüten- und gelben Staubblättern. Sie werden vor allem von Hummeln, Bienen und Schwebfliegen bestäubt.
Anschließend reifen die Samen in schwarzen Beeren heran.

Die Beeren sind giftig

Die Farbe der Beeren könnte ein Grund für die Legenden sein, die sich um den Schwarzen Nachtschatten ranken. Ein anderer sind wohl die in ihnen enthaltenen Alkaloide wie Solanin. Der Genuss der Beeren (vor allem der unreifen) kann zu  schweren Vergiftungen mit Symptomen wie Erbrechen, Atembeschwerden, Angstzuständen, Lähmungen und Krämpfen führen. Der Gehalt an Alkaloiden sinkt mit zunehmender Reife der Beeren.

Schwarzer Nachtschatten als Heilpflanze

In manchen Ländern werden die reifen Früchte oder die Blätter als Gemüse verzehrt, wovon ich allerdings dringend abraten würde. Auch Heilkräfte werden der Pflanze nachgesagt: In der Homöopathie wird der Schwarze Nachtschatten in Form von Globuli z.B. gegen Meningitis und Epilepsie eingesetzt.

Wenn Sie den Schwarzen Nachtschatten in Ihrem Garten entdecken, sollten Sie darauf achten, Kinder fernzuhalten.

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