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Die besonderen Kräfte des Wundklees

Mit seinen eindrucksvollen Blüten ist der Gewöhnliche Wundklee eine wahre Schönheit. Und nicht nur das: Die heimische Pflanze ist auch noch richtig wertvoll für Boden, Insekten und sogar den Menschen. Grund genug, sie mal vorzustellen.

Wundklee wird bis zu 40 Zentimeter hoch

Meist sind die Blüten des Wundklees (Anthyllis vulneraria) leuchtend gelb, es gibt aber auch Variationen in zartem Gelb (siehe Foto) oder sogar in Rot. Die Pflanze, die zur Familie der Hülsenfrüchtler und zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler gehört, wird bis zu 40 Zentimeter hoch. Ihre Blätter haben die typische Klee-Form. Auffällig sind die Blüten. Die Blütenköpfe sind ziemlich groß und tragen jeweils zehn bis 30 Blüten, die teilweise rötlich überlaufen sind und zwischen Juli und Oktober zu sehen sind.

Nektarquelle für Schmetterlinge und Hummeln

Weil die Staubblätter zu Röhren verwachsen sind, können nur langrüsselige Insekten wie Schmetterlinge und Hummeln an den Nektar gelangen. Die Verbreitung der Samen überlässt die Pflanze dem Wind.

Vorliebe für Sonne und magere Rasen

Bevorzugter Standort des Wundklees sind magere und trockene Rasen und Weiden, Wegränder, Steinbrüche, Felshänge und auch Bahngleise mit guter Sonneneinstrahlung. Am liebsten mag er kalkhaltige und nährstoffarme Böden. Stickstoff kann er wie alle Hülsenfrüchtler selbst bilden.

Mit seinen Wurzelknöllchen geht er dafür eine Symbiose mit Knöllchenbakterien ein, die den Stickstoff binden. Das nutzt auch dem Boden, der dadurch verbessert und angereichert wird. Nicht ohne Grund sind Wundklee und andere Kleesorten oft in Gründünger enthalten. Seine tiefen Wurzeln machen ihn zudem zum guten Schutz gegen Erosion.

Heilkräfte nicht nur für den Boden

Die Pflanze kann aber noch mehr. Sie gilt als gute Futterpflanze nicht nur für Weidetiere, sondern auch für die Raupen vieler teilweise seltener Schmetterlinge und Wildbienenarten, darunter dem Wundklee-Bläuling.

Und sie hat – der Name lässt das schon vermuten – eindrucksvolle Heilkräfte. So wird er zur Behandlung von Wunden eingesetzt. Auch Magen-Darm-Beschwerden und Husten kann er lindern. Grund ist der hohe Gehalt an Gerbstoffen und Saponinen. Früher wurde Wundklee auch als „Hexenkraut“ genutzt: Man legte es in die Wiege von Kindern, um sie vor dem Verhexen zu schützen…

Wundklee im Garten anpflanzen

Wenn Sie Wundklee also in Ihrem Garten entdecken: Freuen Sie sich und lassen ihn stehen. Oder pflanzen Sie ihn einfach an. Er braucht trockene, kalkhaltige und magere Böden, ansonsten ist er anspruchslos. Am besten kaufen Sie Pflanzen im Gartencenter, denn das Aussäen ist nicht so einfach, weil die Samen lange brauchen, um zu keimen (unbedingt darauf achten, sie mit nur wenig Erde zu bedecken).

Wenn der Wundklee einmal da ist, verbreitet er sich aber ganz von allein weiter. Übrigens: Schneiden Sie verblühte Blütenköpfchen einfach ab, dann bilden die Pflanzen bei guten Bedingungen oft noch eine weitere Blüte im Spätsommer.

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