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Der Grasschwertel liebt es warm und sonnig

Wenn Sie diese Pflanze sehen, werden Sie vermutlich staunen. Denn abgesehen von der Blüte sieht sie wirklich aus wie ein Grashalm. Es ist der Schmalblättrige Grasschwertel, der auch als Blaue Binsenlilie bekannt ist.

Grasschwertel: Einwanderer aus Amerika

Das Gewächs (Sisyrinchium angustifolium) stammt aus Nordamerika – in Mitteleuropa ist es nicht heimisch. Allerdings kommt es mit dem Klima hierzulande gut klar, vor allem an warmen Standorten kann es sich als „Gartenflüchtling“ ansiedeln. Der Grasschwertel liebt es sonnig und er bevorzugt sandig-trockene und humusreiche Böden. Sogar kalte Winter übersteht er. Auch das hat ihm gute Chancen in der wilden Natur beschert.

Selten ist er dort trotzdem, ich habe ihn im Frühjahr zum ersten Mal gesehen. Das Exemplar auf dem Foto stand am Rand eines ehemaligen Steinbruchs und hatte offenbar gerade einen „Angriff“ durch weidende Schafe überstanden.

Ein Winzling von nur 25 Zentimetern

Der Grasschwertel wird nur etwa 15 bis 25 Zentimeter hoch, man muss also gut hinschauen, um ihn nicht zu übersehen. Eigentlich kann man ihn sowieso nur erkennen, wenn er zwischen Mai und Juli blüht. Die wunderschönen spitz-zulaufenden lilablauen Blüten, die in der Mitte gelb sind, locken Bienen, Hummeln und Schwebfliegen an, aber auch Schmetterlinge lieben sie. Auffällig ist, dass die Blüten an der Spitze der schwert- oder grashalmartigen Stängel stehen. Mit ihnen sind sie durch kurze und sehr zarte Stielchen verbunden.

Mit der Schwertlilie verwandt

In den USA wächst der Grasschwertel auch auf feuchten Wiesen und in offenen Wäldern. Die Pflanze, die oft kleine Horste bildet, kommt also offenbar auch mit nassen Untergründen gut zurecht. Sie gehört zu den Schwertliliengewächsen – zu ihren Verwandten gehören Gladiolen, Freesien und natürlich die namensgebenden Schwertlilien.

Grasschwertel im Garten anpflanzen

Sie können den Grasschwertel für Ihren Garten kaufen. Am besten gedeiht sie an sonnigen Standorten mit durchlässigen Böden. Sie benötigt viel Wasser! Zurückgeschnitten werden sollten sie erst im Frühjahr, denn die abgestorbenen Pflanzenteile schützen das Gewächs vor Winterkälte und bieten Insekten Unterschlupf.

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