Haben Sie schon mal eine Skabiosen-Flockenblume gesehen? Mit ihren großen Blüten ist sie ein echter Blickfang. Und nicht nur bei Menschen ist sie beliebt…
Die Skabiosen-Flockenblume wird bis zu einen Meter hoch
Tatsächlich ist die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) eine sehr wertvolle Nektar- und Pollenlieferantin. Allein 93 Wildbienen (davon 14 direkt auf die Pflanze spezialisiert), 45 Schmetterlings-, 17 Schwebfliegen-, fünf Käfer- und 22 Raupenarten kann man auf und an ihr sehen. Zum Glück ist sie in der Natur in Deutschland ziemlich häufig. Und auch im Garten macht sie sich gut.
Bis zu einen Meter hoch wird die Skabiosen-Flockenblume, die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört, was sie zur Verwandten von Löwenzahn, Kamille und der Kornblume macht.
Zerfranste Hüllblättchen

Ihre Blüten haben ein bisschen Ähnlichkeit mit denen von Skabiosen, was ihr vermutlich den deutschen Namen eingebracht hat. Allerdings sind die Blüten der Skabiosen-Flockenblume zarter, sie haben zerfranste Hüllblättchen, die weit hervorstehen. Der zweite Teil des Namens erklärt die Gattung der Pflanze – sie gehört zu den Flockenblumen. Ein weiteres Mitglied davon ist die Wiesen-Flockenblume, die allerdings etwas breitere Blätter hat.
Aus der Ferne sieht die Skabiosen-Flockenblume manchmal wie eine Distel aus, aber die schmalen, spitz zulaufenden Blättchen haben keine Dornen. Die Blütenfarbe allerdings ist sehr ähnlich.
Vorliebe für sonnige Wegränder
Der Standort durchaus auch: Die Skabiosen-Flockenblume mag sonnige Wegränder, Halbtrocken- und Trockenrasen und extensiv genutzte Äcker. Dort sorgt sie zusammen mit Feld-Rittersporn, Kornblume, Mohn und Kamille zwischen Juni und August für ein Farbenmeer.
Nach der Blüte zwischen Juni und August bilden sich die Früchte. Sie tragen starre Borsten, die bei der Verbreitung der Pflanze durch den Wind und durch Tiere helfen.
In der Natur können Sie das Gewächs vor allem auf Trocken- und Halbtrockenrasen sehen. Auch an Wegrändern und auf trockenen Wiesen fühlt sie sich wohl, ebenso auf Äckern, die extensiv genutzt werden.
Samen werden von Tieren verbreitet
Nach der Blüte reifen die Samen heran, die meist mit Hilfe von Ameisen verbreitet werden, aber auch am Fell von größeren Tieren haften bleiben. Auf diese Art sorgt die Pflanze dafür, dass der Nachtwuchs auch in weiterer Entfernung eine Chance hat.
Sonnenanbeterin
Staunässe mag die Skabiosen-Flockenblume nicht – sie liebe pralle Sonne und trockene Böden, die gerne kalkreich und mäßig sauer sein dürfen. Mit winterlicher Kälte hat sie kein Problem. Wenn Sie sie im Garten anpflanzen, können Sie die verwelkten Blüten abschneiden, eventuell gibt es dann noch eine zweite Blüte. Ansonsten braucht sie wenig Pflege und wird auch nur selten von Schädlingen befallen.
Die Pfahlwurzel überwintert im Erdreich
Wenn Sie Selbstaussaat vermeiden möchten, schneiden Sie die Pflanze im Herbst einfach dicht unter dem Boden ab. Ansonsten darf sie stehen bleiben. Um die Vermehrung kümmert sie sich dann ganz allein.
Tiefe Wurzeln schützen vor Trockenheit
Spannend ist, dass die Flockenblume sehr tiefe Wurzeln bildet – so kann sie gut mit trockenen und nährstoffarmen Böden zurechtkommen. Die Pfahlwurzel, die ein bisschen wie eine Rübe aussieht, ist der Teil der Pflanze, die den Winter überdauert.
Die Skabiosen-Flockenblume im Naturgarten
Selten ist die Pflanze glücklicherweise nicht, und weil sie erstens sehr schön und zweitens bei Insekten so beliebt ist, gehört sie auch zu den Gewächsen, die wunderbar in Naturgärten passen (die Samen kann man kaufen, z.B. online bei der Baumschule Horstmann). Und wer eine Skabiosen-Flockenblume in seinem Garten entdeckt, die sich dort selbst ausgesät hat, der kann Bienen und Schmetterlinge bald aus nächster Nähe beobachten.
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