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Das Weißbindige Wiesenvögelchen ist ein Sonnenanbeter

Haben Sie schon mal ein Weißbindiges Wiesenvögelchen gesehen? Oder einen Perlgrasfalter? Beide Namen beschreiben den gleichen Schmetterling. Einen, der Sonne und ungemähte Blumenwiesen liebt und leider inzwischen selten geworden ist.

Weißbindiges Wiesenvögelchen hat  viele „Augen“

Das Weißbindige Wiesenvögelchen (Coenonympha arcania) gehört zu den Edelfaltern und hat eine Flügelspannweite von 2,8 bis 3,5 Zentimetern. Die Oberseite seiner Vorderflügel ist ocker- bis orangefarben und hat einen dunklen Rand. Die Hinterflügel sind an den Oberseiten dunkelbraun. Auf dem Foto sind die Flügelunterseiten zu sehen – eine weiße Binde und schwarze Flecken mit weißem Punkt und orangefarbenem Rand, daneben sind sie orange mit leicht grauem Rand. Ein Augenfleck befindet sich am Vorderrand der Flügel.

Sonne auf den Flügeln

Aufgeklappt sieht man den Schmetterling selten. Am liebsten sitzt er mit geschlossenen Flügeln so, dass sie zur Sonne gerichtet sind – leicht schräg, damit sie möglichst viel der Wärme und des Lichts abbekommen.

Vorliebe für Waldränder und Lichtungen

Unterwegs ist das Weißbindige Wiesenvögelchen zwischen Mai und August, sein bevorzugter Lebensraum sind Lichtungen und Waldränder, es mag aber auch ungemähte Blumenwiesen und trockene Graslandschaften. Sein Verbreitungsgebiet dehnt sich über ganz Europa aus, sogar in Höhen bis 1800 Meter fühlt es sich wohl.

Raupen ernähren sich von Süßgräsern

Wichtig ist, dass es an den Lebensräumen Pflanzen wie Wolliges Honiggras, Echter Schaf-Schwingel und andere Süßgräser gibt – dort legen die Weibchen nach der Paarung die Eier ab. Diese Kinderstube wird später zur Speisekammer der Raupen. Die kann man an ihrer grünen Farbe mit einem dicken und einem dünneren weißen Streifen an den Seiten und zwei weißen Zipfeln am Hinterleib gut erkennen.

Weißbindiges Wiesenvögelchen steht unter Schutz

Noch ist das Weißbindige Wiesenvögelchen nicht gefährdet, aber seine Bestände gehen zurück. Es steht unter strengem Naturschutz. Um ihm zu helfen, ist es wichtig, Biotopbereiche wie Waldsäume zu schützen und zu erhalten.

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