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Der Gelbe Lerchensporn liebt Mauerritzen

Vor ein paar Tagen habe ich einen echten Überlebenskünstler gesehen. An einer Steinmauer klammerte sich ein Gelber Lerchensporn fest. Ihm genügte ganz offenbar das bisschen Erde, das sich in einer Spalte gesammelt hatte. In etwa 1,50 Metern Höhe schien es ihm sehr gut zu gefallen.

Die Verwandten des Gelben Lerchensporns

Der Gelbe Lerchensporn (Pseudofumaria lutea) gehört zu den Mohngewächsen, zur Ordnung der Hahnenfußartigen und zur Gattung der Scheinlerchensporne. Er ist verwandt mit dem Erdrauch und natürlich auch mit dem im Frühling blühenden Hohlen Lerchensporn. Dem sieht er auch ziemlich ähnlich.

Wunderschöne gelbe Blüten

Die Pflanze wird maximal 20 Zentimeter hoch und hat zwei- bis dreifach gefiederte Blätter. Auffällig sind seine leuchtend gelben Blüten, die in kleinen Trauben stehen. Blütezeit ist zwischen Mai und September.

Nach Mitteleuropa eingewandert

Ursprünglich kommt der Gelbe Lerchensporn aus Südeuropa, aber er ist schon lange auch in Mitteleuropa heimisch. Bevorzugte Standorte sind Schutthalden, Felsspalten und Mauerritzen – auch in Städten fühlt er sich wohl.

Vorliebe für milde Winter

Weil die Pflanze so hübsch ist, wird sie gern auch in Gärten gepflanzt. Und wildert dann manchmal auch aus. Viel Erde braucht sie nicht, aber kalkreich sollte sie sein. Und: Der Gelbe Lerchensporn mag milde Winter – in der Zeit behält er übrigens seine Blätter.

Ameisen verbreiten die Samen

Nach der Blütezeit bilden sich grüne Schoten, die bis zu drei Zentimeter lang sind. Sobald die Samen reif sind, platzen die Schoten auf. Verbreitet werden die Samen von Ameisen, die es auf das sogenannte Elaiosom (ein fettreiches „Anhängsel“, das die Tiere anlockt) abgesehen haben. 

Gelber Lerchensporn ist giftig

Wer den Gelben Lerchensporn im Garten anbauen möchte, der sollte beachten, dass die Pflanze giftig ist. Vor allem in der Knolle der Pflanze sind Alkaloide enthalten, die auch Haustieren schaden können. Das Exemplar an der Mauer auf dem Foto wächst allerdings hoch genug, um Kinder fernzuhalten.

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