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Huflattich: Blühender Stern mit Heilkräften

Sobald es auch nur ein bisschen wärmer wird, färbt sich die Natur in und um Berlin grün. Und bunt. Dafür sorgen Frühlingsboten wie die gelben und weißen Buschwindröschen, das Scharbockskraut und eine Pflanze, die sonst manchmal schon im Februar zu sehen ist: der Huflattich.

Huflattich verscheucht den Winter

Die Pflanze, die zu den Korbblütlern gehört, ist eines der ersten Zeichen der Natur, dass jetzt Frühling wird. Und eine absolute Schönheit. Man muss sie nur wahrnehmen!

Wanderers Klopapier

Wenn man nicht genau guckt, könnte man den Huflattich mit einem Löwenzahn ohne Blätter verwechseln. Die nur etwa 20 Zentimeter hohe Pflanze hat eine sternförmige, knallgelbe Blüte, die Stängel sind geschuppt. Erst wenn der Huflattich verblüht ist, bilden sich hufförmige Blätter, die im Vergleich zur Pflanze selbst ziemlich groß sind. Ihre Größe und die weiche Unterseite hat den Huflattichblättern aus nachvollziehbaren Gründen den etwas respektlosen Spitznamen Wanderers Klopapier beschert .

Nahrungsquelle für Insekten

Finden kann man Huflattich dort, wo es warm und trocken ist, zum Beispiel an Wegrändern und auf Brachen. Da kann er auch schon mal beinahe Teppiche bilden. Er ist mit seinen leicht nach Honig duftenden Blüten eine der ersten Nahrungsquellen für Insekten. Deshalb sollte man ihn lieber nicht abpflücken – es sei denn, man findet eine Stelle, an der viele Pflanzen stehen.

Heilpflanze gegen Husten

Seinen Namen verdankt der Huflattich den hufförmigen Blättern und dem Milchsaft in seinen Stängeln (lateinisch: lac = Milch). Und der lateinische Name „Tussilago farfara“ weist darauf hin, dass die Pflanze auch noch Heilkräfte hat: „Tussis“ bedeutet Husten, „ago“ vertreiben. Tatsächlich kannte schon Hildegard von Bingen den Huflattich als Mittel gegen Atemwegserkrankungen, die Pflanze ist eines der ältesten bekannten Hustenmitteln und ähnlich wirksam wie Thymian.

Allerdings sollte man die Heilpflanze des Jahres 1994 nur für kurze Zeit einnehmen, denn sie enthält Alkaloide, die bei längerer Einnahme die Leber schädigen und Krebs fördern können.

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