Dass der Rote Lein auch Prachtlein genannt wird, wundert niemanden, der die Pflanze sieht. Ihre leuchtend roten Blüten sind wirklich sehr auffällig. Ursprünglich stammt sie aus Nordafrika und auch in Südeuropa kann man ihr in der Natur begegnen. Bei uns ist sie als Zierpflanze sehr beliebt.
Roter Lein ist bei Insekten und Menschen beliebt
Bis zu 60 Zentimeter hoch kann der Rote Lein (Linum grandiflorum) werden. In Bodennähe hat er viele Verzweigungen, und an den Stängeln sitzen viele schmale, bis zu drei Zentimeter lange Blätter. Absoluter Blickfang aber sind die roten Blüten, die in der Mitte etwas dunkler sind. Und wer hätte das gedacht: Die Blüten sind nicht nur wunderschön und auch bei Insekten wegen ihres Reichtums an Nektar und Pollen sehr beliebt – man kann sie sogar essen. Ich muss zugeben, dass ich das nicht als Aufforderung verstehe. Denn ich genieße lieber den Anblick der Blütensterne, als sie auf den Teller zu legen.
Sonnenanbeter
Der Rote Lein liebt es sonnig, und er mag auch keine nassen Füße. Der Boden sollte trocken, nährstoffarm und durchlässig sein. Wenn Sie die Pflanze nach der Blüte (zwischen Juni und September) zurückschneiden, kann eine zweite Blütezeit gelingen. Einen Versuch ist es jedenfalls wert. Zumal der Lein auch in der Blumenvase sehr schön aussieht.
Einfache Verbreitung
Nach der Blüte bilden sich die kleinen Kapselfrüchte heran. Lassen Sie sie ruhig an der Pflanze, denn dann verbreiten sie sich weiter im Garten. Sie sind ideale Bewohner eines naturnahen Bauerngartens und eignet sich auch, um Lücken zu schließen.
Roter Lein hat wenig Ansprüche an den Boden
Ideale Zeit für die Anzucht ist ab Mitte April. Die Samen werden etwa einen Zentimeter tief in die Erde eingearbeitet und brauchen dann etwa zwei Wochen, um zu keimen. Wenn es wärmer ist, geht es eventuell auch schneller. Große Ansprüche hat der Rote Lein nicht. Dünger braucht er nicht und auch nur wenig Wasser – nur wenn es länger sehr trocken ist, sollten Sie wässern.
Kaufen können Sie den Roten Lein in guten Gartencentern und in Biomärkten (z.B. Bingenheimer Saatgut).
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