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Wald Wildes Berlin

Ein Käfer mit Vorliebe für Dung

Der erste Mistkäfer, der mir begegnet ist, hieß Kurt. Und wollte viel lieber ein Rosenkäfer sein. Ob es den echten Käfern draußen genauso geht wie dem Kumpel von Biene Maja aus dem Fernsehen, weiß ich nicht. Aber während ich mich nicht erinnern kann, schon mal einen lebendigen Rosenkäfer gesehen zu haben, sind mir schon viele Mistkäfer über den Weg gekrabbelt. Die schwarzglänzenden Tiere sieht man in der Berliner Natur zum Beispiel im Grunewald, wo sie eine oft lebensgefährliche Vorliebe für vielbegangene Waldwege haben.

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Waldmeister – ein Prosit auf den Frühling

Es gibt Leute, für die gehört die Waldmeisterbowle absolut zwingend zum Frühling dazu. Diese Leute haben mein größtes Verständnis, denn das Getränk schmeckt so sehr nach Mai wie kein anderes. Finde ich. Schon wenn man in die Nähe der Pflanze kommt, die es auch in der Natur in Berlin und Brandenburg gibt, ahnt man den Duft, der nur sehr schwer zu beschreiben ist. Süß und intensiv, ein bisschen nach getrocknetem Heu, aber ganz sicher nach Frühling. Verursacht wird der Duft vom Inhaltsstoff Cumarin, der beim Welken des Waldmeisters entsteht. Auch trocknendes Gras bildet Cumarin.

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Der Duft der Nachtviole

Die Natur ist schon ziemlich ideenreich. Die Konkurrenz unter den Pflanzen ist groß, also muss man sich etwas einfallen lassen. Das funktioniert besonders gut mit Duft. Aber auch da gibt es viele… Die meisten Pflanzen nutzen die Wärme der Sonne, um Duftstoffe auszusenden – doch es gibt auch Gewächse in der Natur in Berlin und Brandenburg, die gerade dann besonders intensiv duften, wenn die Sonne längst untergegangen ist. Die Gewöhnliche Nachtviole ist eine davon.

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Hohler Lerchensporn: Das Geheimnis der Zottelhose

Wenn man sich diese Blüte von nahem anguckt, kann man sich nicht vorstellen, dass man sie im Wald einfach übersehen würde.  Aber der Hohle Lerchensporn ist tatsächlich eine dieser Pflanzen, auf die man fast drauftritt, bevor man sie bemerkt. Trotz ihrer auffälligen Blüten. Woran das liegt, konnte ich bisher nicht ergründen. Vielleicht liegt es an der Frühlingsblindheit, die einen befällt, wenn man nach vielen Monaten zum ersten Mal wieder durch den schneefreien Wald läuft – dann sieht man nämlich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Mir jedenfalls geht es so. Aber den Lerchensporn habe ich dann irgendwann doch bemerkt. Zum Glück.

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Knoblauchduft in Berliner Wäldern

Kennen Sie Berliner Bärlauch? Den habe ich zum ersten Mal vor einigen Jahren an der Krummen Lanke gesehen. Besser gesagt, ist mir sein Duft in die Nase gestiegen, bevor ich ihn gesehen habe. In der Berliner Natur ist er inzwischen ziemlich häufig geworden. Offiziell heißt die Pflanze Seltsamer Lauch oder auch Wunder-Lauch, und sie bildet in Berlin an einigen Stellen knallgrüne Teppiche.

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Mahnmal im Wald: ein Denkzeichen neben der Waldbühne

Es ist eines der eindringlichsten Mahnmale, die ich kenne. Weil es mitten in der Berliner Natur steht. Und so beiläufig wirkt. Die Gedenkstätte mit dem sperrigen Namen „Denkzeichen zur Erinnerung an die Ermordeten der NS-Militärjustiz am Murellenberg“ besteht aus 104 ganz gewöhnlichen Verkehrsspiegeln. Solchen, die sonst an schlecht einsehbaren Straßenecken stehen. Mitten in den Wald gestellt bekommen sie ein ganz anderes Gesicht. Das Mahnmal erreicht das, was es soll: Es bringt die Wanderer zum Nachdenken.

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Ein Teppich aus Windröschen

Diese Pflanze ist ein seltener Anblick in Berlin: das Gelbe Windröschen. In einem Park nicht allzu weit von meiner Wohnung hat es einen Lebensraum gefunden. gerade stehen die hübschen Sterne in voller Blüte. 

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Vom Winzling zur prachtvollen Rotbuche

Während es draußen so aussieht, als wolle der Winter überhaupt nicht mehr aufgeben, beginnt unter der Schneedecke längst neues Leben.  Natürlich braucht es noch ein paar Tage, bis man es sieht – aber die wilde Natur in Berlin schläft längst nicht mehr (wie man auf dem Foto mit der kleinen Rotbuche sehen kann).  Darf sie auch nicht, denn sobald es wärmer wird, beginnt bei den Pflanzen die Konkurrenz ums Licht, und wer zuerst da ist, hat die besten Chancen.

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Seltenes Tier: die Berliner Schneeschlange

Sie taucht immer nur im Winter auf und hat eine ausgesprochene Abneigung gegen Wärme: die Schneeschlange. Meistens sieht man sie auf dünnen Ästen, manchmal auch auf Zäunen. Anfassen sollte man sie lieber nicht, denn sie ist zwar nicht bissig oder giftig, aber sehr berührungsempfindlich. Einmal angefasst, zerfällt sie. Buchstäblich.

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Waldkauz auf Brautschau

Die meisten von uns kennen das Geräusch. Aus dem Fernsehen. Ein unheimliches „Huuh- hu-uuu“ im nächtlichen, vom Vollmond beschienenen Wald – meistens kurz bevor der Mörder kommt.  Der Urheber des Geräusches ist zwar unschuldig, aber er wurde schon in alten Zeiten mit Dunkelheit (zu Recht) und dem Tod (zu Unrecht) in Verbindung gebracht. Denn der Waldkauz ruft nur so, wenn er auf Brautschau ist. Das mit seiner Rolle in Gruselfilmen kann man also gleich mal vergessen. 

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