Kategorien
Allgemein Park & Platz Wildes Berlin

Gelbe Resede: Blütenteppich in der Betonwüste

Die Gelbe Resede, auch als Gelber Wau bekannt, ist eine der Pflanzen, die man übersieht, obwohl sie ziemlich auffällig sind. Das liegt in diesem Fall daran, dass sie gerne auf Brachen wächst. Am Rande des Parkplatzes in Kreuzberg, wo das Foto entstand, stand das Gewächs in guter Gesellschaft mit anderen Pflanzen und sorgte für Farbkleckse in der Betonwüste.

Die Gelbe Resede liebt Brachen

Neben der Gelben Resede blühen Natternkopf und Kamille, Steinbrech, Habichtskraut und ein paar Nachtkerzen um die Wette – ein herrlicher Anblick. Vor allem auch, weil der Wau richtige Blütenteppiche bildet. Wobei der Begriff Teppich angesichts der Pflanzenhöhe von 30 bis 60 Zentimetern vielleicht doch nicht ganz passend ist. Die Pflanze (Reseda lutea) gehört zur Familie der Resedagewächse und zur Ordnung der Kreuzblütlerartigen. 

Mini-Biotope mit vielen Arten

Es ist erstaunlich, wie viele Insekten solche Mini-Biotope besuchen. Ein gutes Angebot an Nektar scheint sich herumzusprechen. Auf der kleinen Brache jedenfalls summte es überall, und neben ein paar Kohlweißlingen flogen auch viele Bienen und Hummeln herum. Was manchem auf den ersten Blick als unordentliches Stück Land erscheint, ist eine wertvolle Fläche für die Artenvielfalt.

Wunderschöne Blütentrauben

Ihre Blätter sind lang, schmal und gefiedert, die zwischen Juni und September erscheindenden Blüten sitzen traubig an den Blütenstielen. Sie haben sechs Einzelblättchen. Es lohnt sich, einen genaueren Blick darauf zu werfen, denn die winzigen zartgelben Blüten sind wunderschön. Bestäubt werden sie von kleinen Insekten. 

Im Süden ist die Pflanze häufig

In Deutschland ist die Gelbe Resede ziemlich häufig, aber das gilt vor allem für den Süden. Im Norden und Osten ist sie seltener. Bevorzugter Standort sind Unkrautfluren, Bahndämme, Wegränder, Trocken- und Halbtrockenrasen. Sie mag trockene Böden. Die findet sie auf Berliner Brachen ohne Probleme und gedeiht deshalb prächtig.

Die Gelbe Resede als Heilpflanze

Übrigens kannten schon die alten Römer die Gelbe Resede und wussten, dass er Heilkräfte hat. Sie verliehen ihm auch den Namen „Resede“, was soviel wie „heilen“ bedeutet. Die Pflanze enthält Senföle und Flavone, die schmerzstillend und beruhigend wirken. Die zerdrückten Blätter helfen gegen Blaue Flecken und Quetschungen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Artikel über Heilpflanzen

Artenvielfalt

Anzeige:

Teilen:

Eine Antwort auf „Gelbe Resede: Blütenteppich in der Betonwüste“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.