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Das Katzenpfötchen liebt sandige Lehmböden

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen kann sich so gut tarnen, dass Sie direkt vor einer großen Gruppe dieser Pflanze stehen können, ohne sie zu bemerken. Dabei ist sie, wenn Sie genau hingucken, ziemlich spektakulär.

Das Katzenpfötchen ist ein Winzling

Gerade einmal fünf bis 20 Zentimeter hoch wird das Katzenpfötchen (Antennaria dioica), das zu den Korbblütlern gehört (und deshalb mit Pflanzen wie der Echten Kamille, dem Löwenzahn, der Ringelblume und dem Echten Alant verwandt ist). Direkt am Boden sitzt eine Rosette aus schmalen, länglichen Blättern. Darüber erhebt sich der Stängel, der winzige, spitz zulaufende Blätter trägt. Zwischen Mai und Juli bilden sich die Blüten.

Blütenkörbchen in rosa und weiß

Sie bestehen aus bis zu zwölf wie Körbchen geformten Teil-Blütenständen. Sie sind mit einem Durchmesser von etwa einem halben Zentimeter wirklich klein. Die Körbchen sind bei den weiblichen Blüten rosa bis purpur und bei den männlichen weiß bis zartrosa.

Es lohnt sich tatsächlich, genau hinzuschauen, um die Schönheit der kleinen Blüten richtig wahrzunehmen. Auf dem Bild ist das ganz gut zu sehen. Und es wird auch schnell klar, warum die Pflanze ihren Namen trägt: Die Blütenkörbchen haben tatsächlich Ähnlichkeit mit Katzenpfoten.

Schmetterlinge und Bienen als Bestäuber

Bestäubt wird das Katzenpfötchen vor allem von kleinen Schmetterlingen, aber auch von Bienen und anderen Insekten. Die Schließfrüchte (Achänen genannt) bilden, wenn sie reif werden, einen sogenannten Pappus. Das ist eine Art Haarkranz, der den Samen dabei hilft, vom Wind verbreitet zu werden.

Die Pflanze wächst auch in den Alpen

Bevorzugter Standort des Katzenpfötchens sind sandige Lehmböden. Kälte macht ihm nichts aus – es kommt auch in höheren Gebirgen und im Alpenland vor. Allerdings ist es sehr selten geworden. In Deutschland steht es auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, in einigen Bundesländern ist es sogar vom Aussterben bedroht. Das liegt vor allem daran, dass der Nährstoffgehalt im Boden erhöht wird und Böden gedüngt werden. Nur dort, wo extensiv gewirtschaftet wird, hat die kleine Pflanze eine Überlebenschance.

Zierpflanze für Steingärten

Weil es sehr hübsche Teppiche bildet, ist das Katzenpfötchen auch als Gartenpflanze, etwa in Steingärten oder auf Trockenmauern, beliebt. Es eignet sich zudem als Dachbegrünung. In gut sortierten Gartencentern (z.B. Baumschule Horstmann) können Sie die winterharte Pflanze als Zuchtform kaufen.

Ein Gewächs mit Heilkräften

Das lohnt sich noch aus einem weiteren Grund: Das Katzenpfötchen hat nämlich auch Heilkräfte. Es enthält Flavonoide, Bitter- und Gerbstoffe, Harze, Glykoside und ätherische Öle und wirkt schleimlösend, beruhigend, entzündungshemmend und harntreibend. Eingesetzt wird die Pflanze zum Beispiel gegen Darm- und Gallenwegsbeschwerden, aber auch gegen chronische Bronchitis.

Katzenpfötchen in Gelb

Übrigens gibt es auch noch ein gelbes Katzenpfötchen, das ebenfalls zu den Korbblütlern gehört. Es ist auch als Sand-Strohblume bzw. Immortelle bekannt.In der Naturheilkunde wird es z.B. gegen Verdauungsbeschwerden verwendet, sein krautig-süß duftendes ätherisches Öl findet Einsatz als Hautpflegemittel und gegen Muskelverspannungen.

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