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Winterblüten bringen Farben ins Februar-Grau

Auch wenn es noch nicht wirklich danach aussieht: Der Frühling steht schon in den Startlöchern. Sogar ein paar Blüten sind zu sehen. Eine Pflanze, die sogar zarten Duft verbreitet, ist die Chinesische Winterblüte. Aber es gibt noch mehr Gewächse, die Schnee und Eis nicht fürchten.

Winterblüte mit Vanilleduft

Die Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox), gehört zu den Gewürzstrauchgewächsen, die in Europa nicht heimisch sind. Der winterkahle Strauch kann bis zu vier Meter hoch werden. Zwischen Januar und März bildet er hübsche gelbe, oft innen rote Blütenglöckchen, die sehr angenehm nach Vanille und Veilchen duften.

Blütenzweige verscheuchen graue Winterstimmung

Kein Wunder also, dass das Gewächs, dessen Zweige in China gern zu Neujahr als Blütenschmuck ins Haar gesteckt werden, auch seinen Weg nach Europa gefunden hat: Als Zierpflanze schmückt es viele Gärten und auch Parks. Der Duft der Winterblüte ist so intensiv, dass ein einziger Zweig einen ganzen Raum zum Duften bringt. Die Menschen in China setzen Knospen und Blüten, aber auch das ätherische Öl auch gegen traurige Stimmungen ein.

Längliche Früchte

Wenn die Blütezeit vorüber ist, bildet die Pflanze sogenannte Diaspore. Es sind Früchte, die auf den ersten Blick ein bisschen an längliche, rauschalige Äpfel erinnern. Sie werden bei uns nur in warmen Sommern gebildet. Essbar sind sie allerdings nicht, die Samen enthalten giftige Alkaloide.

Vorliebe für warme und sonnige Standorte

Die Chinesische Winterblüte bevorzugt warme und gut geschützte Sonnenplätze und nährstoffreiche, gut durchlässige Böden. Vor allem ältere Pflanzen halten Frost aber gut aus.
Übrigens ist es Herzogin Meghan zu verdanken, dass die Winterblüte zu einiger Berühmtheit kam. Einige Blüten zieren nämlich das Wappen der Duchess of Sussex.

Die Hasel läutet den Vorfrühling ein

Und es sind noch weitere Pflanzen zu sehen, die mit Winterblüten locken: Gerade kann man überall Haselsträucher sehen, deren Kätzchen in voller Blüte stehen. Die Kätzchen wurden schon im späten Herbst gebildet und waren anfangs kurz, fest und dunkel – ein Schutz vor dem Frost. Jetzt, wo die Tage länger sind, dehnen sie sich aus und bilden gelblichgrüne, lockere Kätzchen, die bis zu zehn Zentimeter lang werden.

Pollen werden durch Wind verbreitet

Das sind die männlichen Blütenstände der Hasel, die reich an Pollen sind – und damit begehrt bei den wenigen Insekten, die schon unterwegs sind. Die Natur hat allerdings vorgesorgt, um die Vermehrung zu sichern. Der Pollen ist staubdünn und wird auch vom Wind verbreitet. Etwa zwei Millionen Pollenkörner stecken in einem einzigen Kätzchen! Weil die Hasel auch weibliche Blüten hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass genug Pollen auf den weiblichen Blüten landen, um für die Bestäubung zu sorgen. Die weiblichen Blüten haben die Form von Knospen und sind bis auf die roten Narben ziemlich unscheinbar.

Winterblüten in gelb und weiß

Die Zaubernuss (Hamamelis japonica) mit ihren leuchtend gelben Strubbelblüten, der ebenfalls gelb blühende Winter-Jasmin (Jasminum nudiflorum), die Christrose (Helleborus niger) und der Schneeball (Viburnum x bodnantense) mit seinen weißen Blüten, die tatsächlich an fluffige Schneebälle erinnern, wurden in diesem Blog schon vorgestellt.

Aber es gibt noch mehr Pflanzen, die mit ihren Winterblüten Farbe ins Januar- und Februar-Grau bringen. Etwa Winterlinge und Schneeglöckchen, die sogar einen Frostschutz besitzen. Die Grüne Nieswurz mit ihren riesigen grünen Blüten. Oder Primeln, deren kultivierte Vertreter gerade in vielen Gartencentern angeboten werden.
Etwas später sind Blausterne, Buschwindröschen, Märzenbecher und Leberblümchen an der Reihe. Dann ist aber wirklich Frühling!

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