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Mehr Kohl- und Blaumeisen bei der Stunde der Wintervögel 2024

Bei der Stunde der Wintervögel 2024 gab es einige Überraschungen. Den Spitzenplatz verteidigte der Spatz, aber auf den Plätzen zwei und drei landeten Vögel, die im vergangenen Jahr deutlich weniger gezählt wurden.

Stunde der Wintervögel 2024: Viele Waldvögel  gezählt

Kohl- und Blaumeise legten nämlich ordentlich zu: die Kohlmeise bundesweit um 13 und die Blaumeise um neun Prozent. Das lag daran, dass es während des Zähl-Wochenendes im Januar einen Kälteeinbruch gab. Der sorgte dafür, dass viele Waldvogelarten, zu denen neben den beiden schon genannten Meisenarten auch die Tannenmeise und außerdem Buntspecht und Eichelhäher gehören, die Futterstellen in den Städten aufsuchten.

Mehr Wintergäste aus dem hohen Norden

Auch Wintergäste aus Nord- und Osteuropa kamen in größerer Zahl – die eisige Kälte dort trieb zum Beispiel Birkenzeisig (Platz 61 bundesweit, plus 171 Prozent) und Seidenschwanz (Platz 67 bundesweit, plus 51 Prozent) nach Mitteleuropa. Eine Besonderheit ist auch die große Zahl an Kranichen. Sie verließen die norddeutsche Tiefebene und wurden doppelt so häufig gezählt wie 2023. Bundesweit landeten die Vögel des Glücks auf Platz 33 (plus 135 Prozent).

Die Sieger der Stunde der Wintervögel 2024 in Berlin

Die Zahl ist um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken, aber der Haussperling hat seinen ersten Platz verteidigt. Hinter ihm landeten Kohlmeise (plus 11 Prozent), Blaumeise (plus 6 Prozent), Nebelkrähe (minus 4 Prozent), Ringeltaube (minus 14 Prozent), Amsel (plus 15 Prozent), Elster (minus 2 Prozent), Feldsperling (minus 14 Prozent), Straßentaube (plus 2 Prozent) und Star (minus 50 Prozent, der Vogel gilt deutschlandweit inzwischen als gefährdet).
Stark zugelegt hat der Gimpel (Platz 41, plus 583 Prozent), stark abgenommen die Saatgans (Platz 91, minus 99 Prozent).

Die Sieger in Brandenburg

Hier hat der Spatz als Sieger sogar zugelegt – um fünf Prozent. Hinter ihm folgen Kohlmeise (plus 20 Prozent), Blaumeise (plus 11 Prozent), Feldsperling (minus 9 Prozent), Amsel (plus 32 Prozent), Elster (minus 3 Prozent), Ringeltaube (minus 9 Prozent), Grünfink (plus 6 Prozent), Nebelkrähe (plus 12 Prozent) und Rotkehlchen (plus 35 Prozent).
Der Star kam nur auf Platz 33 (minus 63 Prozent). Stark zugelegt hat auch hier der Gimpel (pPlatz 32, plus 526 Prozent), stark abgenommen die Reiherente (Platz 89, minus 92 Prozient)

Die Sieger der Stunde der Wintervögel 2024 bundesweit

Spitzenreiter bleibt der Spatz (plus 4 Prozent), gefolgt von Kohlmeise (plus 13 Prozent), Blaumeise (plus 9 Prozent), Amsel (plus 22 Prozent), Feldsperling (plus 3 Prozent), Elster (minus 2 Prozent), Buchfink (plus 22 Prozent), Grünfink (plus 3 Prozent), Rotkehlchen (plus 13 Prozent) und Ringeltaube (minus 9 Prozent). Gewinner mit besonders starker Zunahme sind Rostgans (Platz 83, plus 600 Prozent), Brachvogel (Platz 98, plus 250 Prozent) und Schleiereule (Platz 117, plus 200 Prozent).

Dohle und Hausrotschwanz gehören zu den Verlierern

Die stärksten Verlierer bundesweit sind Austernfischer (platz 134, minus 92 Prozent), Brandgans (Platz 133, minus 91 Prozent) und Krickente (minus 90 Prozent). Aber auch die Zahl von Stockente (Platz 31, minus 35 Prozent), Dohle (Platz 23, minus 19 Prozent) und Hausrotschwanz (Platz 68, minus 29 Prozent) hat abgenommen.

130.000 Menschen haben mitgezählt

Insgesamt haben bei der Stunde der Wintervögel 130.000 Menschen mitgemacht und ihre Beobachtungen dem NABU gemeldet. Das sind deutlich mehr als im vorigen Jahr. „Das große Interesse an der Natur freut uns sehr“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Er betonte, dass es auch mehr Vogelsichtungen gab. Vermutlich lag das an der Kälte, die die Vögel zu den Futterplätzen lockte.
Hier finden Sie die Liste mit allen Arten und Rangplätzen.

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